Neukaledonien – Das bedrohte Reich des Kagu

26. Februar 2014

Neukaledonien – Das bedrohte Reich des KaguWenn etwas richtig teuer ist, dann kostet es die Briten verbal „an arm and a leg“; einen Arm und ein Bein. Das französische Überseedepartment Neukaledonien ist preislich derart intensiv, dass es sprichwörtlich gesehen sogar den doppelten Einsatz jener Körperteile fordert, denn die Insel kann ein Geldgrab per excellence sein. Besonders im Süden, wo einem die Hauptstadt Noumea und die typisch französische Arroganz (die Stimmung steht St. Tropez oder Nizza in nichts nach) ins Gesicht schlagen, erfolgt der Griff ins Portemonnaie. Allesamt Dinge, die ziemlich untypisch für den Südpazifik sind. Dennoch ist die Insel landschaftlich eine Perle und äußerst sehenswert. Küsten treffen auf hohe Berge, Palmen auf Nadelbäume, tote Wälder auf Stauseen und leider traf auch der Kagu auf den von Hund, was die Existenz des Vogels auf ca. 700 Exemplare schrumpfen lies. Neukaledonien ist ein Paradebeispiel des maximalinvasiven Eingriffs westlicher Arroganz in Öko- und Gesellschaftssysteme »»

Leben entlang der Landebahn – Das Tuvalu Atoll

13. Februar 2014

Leben entlang der Landebahn – Das Tuvalu AtollDie eigentliche eigene Landmasse betrachtet, ist Tuvalu der zweitkleinste Staat der Welt. Manche seiner Eilande sind so schmal, dass man förmlich von der einen zur anderen Seite spucken kann. Das Herz des Inselstaates ist das Funafuti Atoll, das östlich von der Hauptinsel Fongafale umschlossen wird. Dort kann gelandet werden, auf dem höchsten Punkt des Landes, auf 5 Meter über dem Meeresspiegel. Entlang jener Landebahn spielt sich das Leben ab und bescherte mir den bis dato wichtigsten Moment authentisch gelebter polynesischer Kultur, nebst Abendessen mit dem Premierminister »»

Tonga – Wo die Zeit beginnt

7. Februar 2014

Tonga – Wo die Zeit beginntWas haben das Inselreich Tongas und ein 20 Kilovolt-Elektrokabel gemeinsam? Richtig, beides ist spannend und beachtlich isoliert, denn das 136 Eilande umfassende Königreich ist die einzige polynesische Inselgruppe, die vom Westen nie kolonialisiert wurde. Der früher auf den Namen „Freundschaftsinseln“ hörende Archipel liegt am bis zu 10,8 km tiefen Tongagraben; einer Verwerfung, wo sich die pazifische unter die australische Platte schiebt und nahe dem 180. Längengrad – der internationalen Datumsgrenze – wo man als einer der Ersten auf dem Planeten das neue Jahr begrüßen kann. Da der weiße Mann dort nur wenig seine Finger im Spiel hatte, konnten einzigartige polynesische Kulturgüter wie z.B. der Ha’amonga Trilith überleben. Gern nehmen die Einwohner den „palangi“ an die Hand und zeigen ihm Highlights wie die Blow Holes, Flughunde oder die magische Anahulu Cave, einer Tropfsteinhöhle mit einem glasklaren kleinen Süßwassersee zum Baden »»

Felsriesen und karibisches Blau – Die Berge und Seen der südlichen Alpen

30. August 2013

Felsriesen und karibisches Blau – Die Berge und Seen der südlichen AlpenEine der prägendsten und spektakulärsten Landschaften Neuseelands sind die südlichen Alpen mit ihren Bergriesen und gewaltigen Bergseen. Aus dem Osten von Christchurch kommend, geben bereits der Lake Tekapo und sein Hausberg Mount John nebst Sternwarte einen Vorgeschmack wie eindrucksvoll die Landschaft der Südinsel werden kann. Weiter im Westen folgt der Lake Pūkaki an dessen nördlichem Ende Neuseelands höchster Berg, der Mount Cook thront und gleich „nebenan“ ist der malerische Lake Ohau mit seinen Sonnenuntergängen zu finden, an dessen Südende sich die Clay Cliffs, eine Art Bryce Canyon en miniature erheben. Den Abschluss bilden der Lake Wakatipu und das weltweit bekannte Queenstown, die Funsport-Hauptstadt der Südhalbkugel und Tor zum Routeburn Track »»

Eismasse im Regenwald – Unterwegs auf dem Fox Gletscher

6. August 2013

Eismasse im Regenwald – Unterwegs auf dem Fox GletscherDie Westküste Neuseelands ist einzigartig. Sie ist eines der regenreichsten Gebiete der Erde und nur einige wenige Orte auf dieser Welt vermögen es die Kombination eines Gletschers nebst Regenwald mit Meeresnähe treffen. In Neuseeland gibt es sogar zwei derartige Orte, den Franz Josef Gletscher und den meinerseits besuchten Fox Gletscher, der dem westlichen Massiv des Mount Tasman entspringt. Vom Fuß des Gletschers ging es hinauf bis zu den berüchtigten dramatischen Spalten in denen schon so mancher Bergsteiger auf Nimmerwiedersehen verschwand »»

Mount Ruapehu – Über den Wolken Nordneuseelands

11. Juli 2013

Mount Ruapehu – Über den Wolken NordneuseelandsDer Mount Ruapehu bildet das südliche Ende der Taupo Vulkanzone und des Tongariro Nationalparks, eine Region, die die neuseeländische Nordinsel nicht nur prägt, sondern fast schon definiert. Mit stattlichen 2797 Metern ist er gleichzeitig der Leuchtturm, sprich die höchste Erhebung der Nordinsel, die man mühelos von weitem ausmachen kann. Sein Krater ist zerfurcht, beherbergt einen wunderschönen Kratersee und vulkanisch ist er alles anderes als erloschen. Seine Ausbrüche kommen ohne Vorwarnung und äußern sich meist in heißen vulkanischen Schlammlawinen, so genannten Laharen »»

Abel Tasman Nationalpark – Der Seelöwenspielsplatz mit holländischen Wurzeln

1. Juli 2013

Abel Tasman Nationalpark – Der Seelöwenspielsplatz mit holländischen WurzelnJames Cook spielte bei der Erkundung Neuseelands unzweifelhaft die bedeutendste Rolle für uns Angehörige der westlichen Zivilisation, aber es war Abel Tasman von der holländischen Ostindien-Kompanie der bereits gute 100 Jahre zuvor das neuseeländische Festland als erster Europäer entdeckte und dessen Name in alle Ewigkeit eine Insel, ein Meer und eben auch Neuseelands kleinsten Nationalpark zieren. Letzterer Park ist an der Nordküste der neuseeländischen Südinsel zu Hause und sowohl landschaftlich als auch von der Tierwelt her ein buchstäblicher Garten Eden. Abgerundet wird dieses Paradies en miniature durch seine unmittelbare Nachbarschaft, das Cape Farewell und die Strände der Golden Bay, welche allesamt zu den Orten gehören die man als Neuseeland-Besucher unbedingt gesehen haben sollte »»

Simpsonhafen – Panorama der Rabaul Caldera

22. Juni 2013

Simpsonhafen – Panorama der Rabaul CalderaDer Simpsonhafen ist einer der größten und schönsten Naturhäfen der Welt. Er misst stolze 14×9 Kilometer und war einst Schauplatz des Kampfes um die Vormacht in Ozeanien, als sich im Zweiten Weltkrieg die Japaner mit den Alliierten duellierten. Jener Kampf war heftig, aber in geologischen Maßstäben von nur kurzer Dauer. Der schon immer andauernde, viel heftigere Kampf ist vulkanischer Natur, denn der Hafen ist eine riesige vulkanische Caldera, die Rabaul Caldera. Sie ist eine Art Deckel auf einer riesigen Magmakammer, deren zerstörerisches Potential die ganze Welt ins Chaos stürzen kann. Ein wunderbarer Fleck Erde mit gewissen Nebenwirkungen »»

Doubtful Sound – Der Fjord wo Albatrosse steil gehen

29. April 2013

Doubtful Sound – Der Fjord wo Albatrosse steil gehenDer Doubtful Sound ist einer der großen imposanten Fjorde an der Westküste der neuseeländischen Südinsel. Anders als der bekanntere Milford Sound ist er verwinkelter, hat sogar kleine Inseln und anders als Norwegens Fjorde sind seine steilen Wände gänzlich unbewohnt. Normalerweise hängen dichte Wolken zwischen seinen Schluchten und regnen sich ab, doch der Sommer 2013 war für auch für den Doubtful Sound ein sehr trockener. Den wilden Albatrossen an der Fjordmündung scheint das egal. Majestätisch und zeitlos ziehen ihre Bahnen durch den Himmel und haben ihre ganz eigene Wasserversorgung. Diese gefiederten Kerle mühelos über die Wellenkämme gleiten zu sehen ist das wohl erhabenste Naturerlebnis Südneuseelands »»

Tongariro – Der Filmstar unter den Vulkanen

8. April 2013

Tongariro – Der Filmstar unter den VulkanenDas Durchqueren des Tongariro Vulkanmassivs, der so genannte Tongariro Alpine Crossing, ist wohl der bekannteste Wanderweg Neuseelands und das nicht erst seitdem es zu einer der Hauptkulissen des epischen Filmdreiteilers „Der Herr der Ringe“ erwählt wurde. Wo im Film Frodo versucht den Ring in den Vulkan zu werfen, tummeln sich am Fuß des pittoresken Ngauruhoe Vulkankegels in der realen Welt unzählige Touristen, internationale wie heimische und wandeln zwischen schroffen Lavabrocken zum Red Crater, den Emerald Lakes oder hinauf zum Blue Lake »»