Gasometer – Das Schöneberger Stahlskelett

26. Juli 2016

Gasometer – Das Schöneberger StahlskelettDas hippe und coole Berlin kann unglaublich flach sein, was im Wesentlichen an seiner Topografie liegt, deren höchste innerstädtische Erhebung ~100 Meter misst. Und da der deutsche Größenwahn einst auch die Maximalhöhe der Hauptstadthäuser regulierte, kann man auf hohen Gebäuden stehend problemlos ganz Berlin überblicken. Eines dieser aus dem Häusermeer ragenden, weithin sichtbaren Relikte ist das Schöneberger Gasometer, bekannt als Bühne der ebenfalls oft flachen Talkshow von Günther Jauch »»

Moskauer Metro – Königin der Untergrundbahnen

22. Juli 2016

Moskauer Metro – Königin der UntergrundbahnenDie Silvesterparty auf dem Roten Platz steckt mir noch gehörig in den Knochen. Was für einen Jahreswechsel von 2015 nach 2016 hatte ich da auf dem in westlichen Medien lügnerisch als geschlossen verkündeten Platz. Ich traf Russen, Ukrainer, Georgier, Armenier – und alle hatten wir eine großartige Zeit. Tagsüber sind es mittlerweile -21°C, eine knackige Kälte und geradezu geschaffen für Banja-Besuche oder dicke Ledermäntel. Jeden Morgen um 6 Uhr verlasse ich mein Domizil in der Bolschaja-Grusinskaja, der großen Georgischen, latsche durch den Schnee gen Barrikadnaja und begebe mich in die Metro Moskau um die Architektur all ihrer Linien und Bahnhöfe zu porträtieren. »»

Auschwitz – Des Menschen dunkelste Seite

28. Januar 2016

Auschwitz – Des Menschen dunkelste SeiteAm 27. Januar 1945, ergo vor 71 Jahren, befreite die Rote Armee den Lagerkomplex von Auschwitz. Der Name dieser südpolnischen Stadt steht seither stellvertretend für eines der größten Gräuel der Menschheitsgeschichte und für die hässlichste Seite der Fratze namens Krieg »»

Lissabon – Straßenbahnen und Seafood

15. September 2015

Lissabon – Straßenbahnen und SeafoodUm die Metropolitano de Lisboa zu dokumentieren, verschlug es mich im Rahmen meines U-Bahn-Fotografieprojekts in die portugiesische Hauptstadt. Witziger und unbewusster Weise buchte ich den Flug so, dass genau 8 Jahre vergingen eh ich Lissaboner Boden zum ersten Mal betrat. Ein guter Zeitraum , der sowohl Vergleiche zu- als auch Entwicklungen erkennen lässt. Die Perle am Tejo ist nach wie vor ein Juwel, das mit einer ganz speziellen Mischung aus Alt und Neu die Herzen erobert und wer auf historische Straßenbahnen steht, der wird sich wohl genauso im Himmel wähnen wie Liebhaber moderner Architektur im Parque das Nações, der Heimat des weltweit einzigartigen Oceanarios »»

1986 – Die nukleare Hölle Tschernobyls und der Fuchs der Geisterstadt Prypjat

8. Juni 2015

1986 – Die nukleare Hölle Tschernobyls und der Fuchs der Geisterstadt PrypjatIn der Nordukraine, an der Grenze zu Weißrussland liegt die Geisterstadt Prypjat. 1986 ereignete sich dort, lediglich 120km Luftlinie von der ukrainischen Hauptstadt Kiew entfernt, eine Katastrophe und Tragödie epischen Ausmaßes als der nukleare Kern des Reaktorblocks 4 des nahegelegenen Atomkraftwerks Tschernobyl schmolz und eine Explosion verursachte. Das von der Detonation in die Atmosphäre geschleuderte strahlende Material verseucht die Umgebung für Jahrhunderte und zog auch Zentraleuropa in Mitleidenschaft. Das Ausmaß beförderte den GAU zum Super-GAU und das Dörfchen Tschernobyl war in aller Munde, weltweit. Doch es blieb nicht der einzige größte anzunehmende Unfall »»

Salz mit Pfeffer – Die unterirdische Kapelle von Wieliczka

14. April 2015

Salz mit Pfeffer – Die unterirdische Kapelle von WieliczkaIm südpolnischen Wieliczka, dessen Name übersetzt so viel wie „Großes Salz“ bedeutet, gibt es ein UNESCO-Weltkulturerbe der ganz besonderen Art zu sehen: eines der ältesten Salzbergwerke der Erde in dem die größte unterirdische Kapelle der Welt, die zudem vollständig aus Steinsalz besteht, zu finden ist. Die Fahrt geht teilweise bis über 100 Meter in den Grund unter der Stadt Wieliczka, die ungefähr 20 Kilometer südöstlich von Krakau liegt und bequem mit dem Zug als Tagesausflug erreichbar ist »»

Oberbaum, Mauer und Wende und so…

9. November 2014

Oberbaum, Mauer und Wende und so…Die Berliner Oberbaumbrücke ist Symbol für Vieles. Wo heute Autos, U-Bahnen und Touristen die Spree von Nord nach Süd überqueren, verlief früher die Grenze zwischen Ost und West. Der ehemalige Grenzstreifen orientierte sich dort am Verlauf der Spree; eine Route auf der heute Ausflugsdampfer verkehren. Die Türme der Oberbaumbrücke symbolisieren die Nachbarschaft von Berlin und Brandenburg und sind nicht nur identitätsstiftend für den direkt daneben gelegenen Club Watergate sondern für die gesamte Stadt. Auch in meinem Leben spielt die Oberbaum eine wichtige Rolle: sie war mein Erstkontakt mit dem Westen kurz nachdem die Mauer fiel und viele Menschen wissen gar nicht, dass neben dem Oberbaum auch einen Unterbaum gibt »»

Flotter Dreier – Das Prager U-Bahn-Netz

29. Oktober 2014

Flotter Dreier – Das Prager U-Bahn-NetzFährt einem in Prag der Zug vor der Nase weg, braucht man in Spitzenzeiten nur unglaubliche 115-150 Sekunden auf die nächste U-Bahn warten. Ein europäischer Spitzenwert, vor allem vor dem Hintergrund von nur ~1,2 Mio. in Prag lebenden Menschen. Die Züge der Pražské Metro donnern über drei Linien durch den Untergrund der Stadt und verbinden neue wie alte Bahnhöfe, welche die Geschichte der tschechischen Hauptstadt erzählen »»

Eine für Alle und Alle in Einer – Die U-Bahn von Warschau

7. Oktober 2014

Eine für Alle und Alle in Einer – Die U-Bahn von WarschauSich am Lauf der Weichsel orientierend, steuert die aus einer einzigen Linie bestehende einzige U-Bahn Polens 21 Stationen im Warschauer Untergrund verteilt auf 23,1 Kilometer Länge an und befördert dabei im Schnitt 370.000 Menschen pro Tag. Mit ihrer Inbetriebnahme im Jahr 1995 gehörte sie nicht nur zu den jüngsten Untergrundbahnen Europas sondern fand auch gleichzeitig eine seit den 1920er Jahren andauernde Planung ihr Ende, die 2008 sogar in der Wahl zur schönsten Haltestelle der Welt gipfelte. Ihr Single-Dasein wird aber wohl bald ein Ende haben, denn die Inbetriebnahme ist mit dem Testbetrieb der zweiten Linie bereits in Sicht »»

Die Unterwelten der Stockholmer Tunnelbana

9. Mai 2014

Die Unterwelten der Stockholmer TunnelbanaWas haben Ebba, Knut, Greta und Elvis gemeinsam? Richtig: alle sind blau, auf der „falschen“ Seite anzutreffen und verkehren ausschließlich in der Stockholmer Unterwelt. Was nach ner Horde zechender Grufties klingt, ist genauer gesagt schwarz-blau, aus Metall und dem Transport von Menschen gewidmet, denn jeder Waggon der Stockholmer U-Bahn Tunnelbana hört auf einen eigenen Namen. Hauptzutat der schwedisch-sympathischen Hauptstadtmetro ist aber vor allem die Vielfalt der Bahnhöfe. Die unterirdischen von ihnen sind künstlerisch ausgestaltet und erzählen eigentlich immer eine  eigene, optisch-spannende Geschichte »»