Reiseberichte
Marathon bis zur Ostkurve – Das Berliner Olympiastadion in Schwarz und in Weiß
Viele Berliner Wahrzeichen, ob für die “Ewigkeit” gebaut oder ewig nicht fertig gestellt, sind oftmals fest mit einem Namen verdrahtet. Ulbricht hat seinen Fernsehturm, Wowereit sein Debakel mit dem BBI-Flughafen und Honecker träumte von 100jährigen Mauern. In den 1930er Jahren hängte man derartigen Träume sogar noch eine Null ran, was Deutschland und die Welt in eine der schwärzesten Episoden ihres Daseins stürzte. Nur wenige Zeugen erinnern noch an diese Zeit, unter anderem das gewaltige, von Werner March erbaute Berliner Olympiastadion dessen Linien und Geometrie ich in dramatischen Kontrasten und in Schwarz und Weiß interpretiere »»
Ostdeutschlands sowjetisches Erbe – Das mächtige Wünsdorf
6.000 Seelen Dorf contra Militärstadt mit bis zu 75.000 Soldaten – Die Sowjets wussten das südlich der Hauptstadt an der Bahnstrecke Berlin-Dresden gelegene Wünsdorf (Вюнсдорф) gut zu nutzen. Auch wenn bereits seit etlichen Jahren verlassen und komplett umzäunt, so kann der Kern des Areals, das heutige Haus der Offiziere, die frühere Heeressportschule bzw. noch frühere Kaiserliche Turnanstalt, die glücklicherweise alle Epochen und Kriege überdauerte, immer noch seine facettenreiche Geschichte erzählen »»
Ostdeutschlands sowjetisches Erbe – Die verlassene Kaserne in Vogelsang
Weniger als eine Autostunde vom Berliner Ring entfernt liegt im Norden der Hauptstadt bei Zehdenick ein kleines Dörfchen in dessen Norden nach dem Zweiten Weltkrieg ein bedeutender Standort der Sowjetischen Streitkräfte entstand, die mittlerweile verlassene Garnison Vogelsang (Гарнизон Фогельзанг). Zu Spitzenzeiten lebten und arbeiteten in der heutigen Geisterstadt bis zu 15.000 Menschen; Soldaten, deren Angehörige sowie zivile Standortmitarbeiter. Einige von ihnen bedienten Nuklearraketen die auf den Westen gerichtet waren – Kalter Krieg zum Anfassen »»
Doubtful Sound – Der Fjord wo Albatrosse steil gehen
Der Doubtful Sound ist einer der großen imposanten Fjorde an der Westküste der neuseeländischen Südinsel. Anders als der bekanntere Milford Sound ist er verwinkelter, hat sogar kleine Inseln und anders als Norwegens Fjorde sind seine steilen Wände gänzlich unbewohnt. Normalerweise hängen dichte Wolken zwischen seinen Schluchten und regnen sich ab, doch der Sommer 2013 war für auch für den Doubtful Sound ein sehr trockener. Den wilden Albatrossen an der Fjordmündung scheint das egal. Majestätisch und zeitlos ziehen ihre Bahnen durch den Himmel und haben ihre ganz eigene Wasserversorgung. Diese gefiederten Kerle mühelos über die Wellenkämme gleiten zu sehen ist das wohl erhabenste Naturerlebnis Südneuseelands »»
Tongariro – Der Filmstar unter den Vulkanen
Das Durchqueren des Tongariro Vulkanmassivs, der so genannte Tongariro Alpine Crossing, ist wohl der bekannteste Wanderweg Neuseelands und das nicht erst seitdem es zu einer der Hauptkulissen des epischen Filmdreiteilers „Der Herr der Ringe“ erwählt wurde. Wo im Film Frodo versucht den Ring in den Vulkan zu werfen, tummeln sich am Fuß des pittoresken Ngauruhoe Vulkankegels in der realen Welt unzählige Touristen, internationale wie heimische und wandeln zwischen schroffen Lavabrocken zum Red Crater, den Emerald Lakes oder hinauf zum Blue Lake »»
Neuseeland – Im Reich der Kiwis
Traumziel und Synonym in Sachen Fernweh sowie oftmals Ziel allererster Reiseerfahrungen nach der Schule, das ist Neuseeland, der umgedrehte Stiefel auf der Südhalbkugel, welcher spätestens als spektakuläre Kulisse des epischen Dreiteilers „Der Herr der Ringe“ Weltruhm erlangte. Die Kiwis sind in der Regel entspannte und kontaktfreudige Menschen, wenn es aber um ihre Naturkostbarkeiten geht, tragen die Damen und Herren von der Nord- und Südhalbinsel allerdings vieles zu Markte. Für den Besucher bedeutet das gute Infrastruktur aber auch wenige Orte die man nur für sich allein hat. Die nachfolgenden Geschichten und Bilder entstanden auf einer fast 6000 Kilometer umfassenden Reise vom Süden in den Norden des Archipels und reflektieren sowohl die vulkanische Seele des Landes als auch die wunderbare Bergwelt mit ihren dichten Wäldern und einer einzigartigen Tierwelt, die sich besonders an den Küsten mannigfaltig zeigt »»
Kamtschatka – Russlands wilder Osten
Kamtschatka (Камчатка) braucht man der “Risiko” spielenden Fraktion nicht zu erklären. Es ist der Zipfel am östlichen Ende des russischen Riesenreichs; ein Wurmfortsatz Eurasiens, der das Beringmeer küsst und Pazifik wie Ochotskisches Meer bei den Händen nimmt. Es ist genau der Ausläufer Russlands, durch den sich Alaskas Gouverneurin Sarah Palin ständig gegrüßt wähnt und sie zu weltfremden Äußerungen über ihre außenpolitischen „Fähigkeiten“ hat hinreißen lassen. Kamtschatka ist rau, bergig und ursprünglich, ist unwegsam und abgeschieden. Attribute, die ohne Zweifel in der Lage wären, prompt die nächsten Oben-ohne-Aufnahmen Wladimir Putins auf den Plan zu rufen. »»
Kljutschewskoi und Tolbatschik – Die Vulkangiganten des Nordens
Kljutschewskoi – ein Name ebenso imposant, wie der eines großen russischen Dichters und Denkers. Eigentlich hört Russlands Pyramide offiziell auf den Namen Kljutschewskaja Sopka (Ключевская сопка), doch selbst den Einheimischen scheint diese Bezeichnung viel zu lang. Der Feuerberg vereint gleich mehrere Superlative; er ist ein Stratovulkan wie aus dem Bilderbuch und mit knappen 4800 Metern der höchste Vulkan der eurasischen Kontinentalplatte, sogar der nördlichen Halbkugel. Er ist majestätisch, hoch, schneebedeckt und unnahbar, mit perfektem Konus sowie Teil eines der größten vulkanischen Systeme unseres Planeten, welches so groß und markant ist, dass es sogar vom All aus mit dem bloßen Auge zu erspähen ist. Nördlich des Kljutschewskoi findet man neben der Siedlung Kljutschi (Ключи), dem Namensgeber des Vulkans, auch den Fluss, dem wiederum die Halbinsel Kamtschatka ihren Namen verdankt. Kljutschi ist das Tor zu den nördlichen Gebieten Kamtschatkas, z.B. zum unberechenbaren und weit ausladenden Vulkan Schiwelutsch (Шивелуч), von dort kann man aber auch auf verschlungenen Waldwegen in den menschenleeren Osten als auch in den Süden des vulkanischen Bergclusters vorstoßen, der Heimat des Vulkans Tolbatschik (Толбачик) »»
Eishöhlen und Fumarolen – Die vulkanische Seele Südkamtschatkas
Mutnowski und Goreli heißen die vulkanischen Protagonisten im Süden Kamtschatkas; zweite Orte, an denen viele der Touren durch Kamtschatka Halt machen und wo Menschen mit den zugegebenermaßen schwächeren Erscheinungsformen der größten Kraft auf unserem Planeten auf Tuchfühlung gehen. Im Süden liegt auch die Provinzhauptstadt Petropawlowsk-Kamtschatski nebst Vorort Jelisowo, dem Flugplatz der die großen und kleinen Flieger aus Moskau und anderen Orts kommend aufnimmt. Wohl einmalig auf der Welt ist der dortige Landeanflug, wenn man an der Spalier stehenden feurig roten Awatschinskaja Sopka und der majestätischen Korjakskaja Sopka entlang schwebt und gleichzeitig den ersten Kontakt zur vulkanischen Seele Kamtschatkas aufbauen kann. In Petropawlowsk-Kamtschatski ticken die Uhren merklich langsamer und speziell bei Wind und Regen vermischt sich das Wetter untrennbar mit dem rauen Charme der Marktfrauen »»
Spalteneruption 2012 am Tolbatschik
Linksammlung der besten Bilder und Videos der Ende 2012 begonnenen Spalteneruption an der Südseite des Tolbatschiks auf Kamtschatka in Russland »»