Casamance - Der Süden Senegals
Der Süden des Senegals, die Casamance, benannt nach dem gleichnamigen Fluß, ist die Kornkammer dieser Region und war bis vor nicht allzu langer Zeit noch Zankapfel zwischen Separatisten und der Regierung.
Mein Plan mir vor Ort ein Hotel zu suchen scheiterte ganz einfach an der späten Nachzeit und meiner Sehnsucht nach einem Bett. Die erste Nacht war mit ca. 30 Euro teuer, jedoch in der Nähe von Brikama, dem Startpunkt der Buschtaxis nach Senegal. Im Morgengrauen, nach nur wenigen Stunden Schlaf quäkte unweit des Hotels eine Moschee ihre Botschaften aus einem alten Megaphon in die Welt. Ich war wach… Auf der anderen Seite ermöglichte mir dies früh und sehr schnell nach Ziguinchor, dem Hauptort der Casamance zu gelangen. Ganz wichtig: dort gibt es zwei Geldautomaten, die zu meinem Glück auch in Betrieb und befüllt waren. Mit CFAs eingedeckt ging es dann zunächst zum in Ziguinchor ansässigen Konsulat der Republik Guinea-Bissau. Wenige Minuten und 15000 CFA später erhielt ich mein Visum und konnte alsbald nach Bissau aufbrechen.
Über einen Abstecher ging es dann zurück in die Casamance, genauer gesagt zunächst auf die Insel Karabane, um dann später über Ziguinchor und Kafountine wieder nach Banjul zurück zu kehren. Die Abzocke westlicher Touristen ist allgegenwärtig, bei öffentlichen Transportmitteln jedoch hält man sich an die Preise, die auch von Afrikanern berappt werden müssen. Einzig beim Gepäck wird gern das Doppelte, wenn nicht sogar Dreifache berechnet. Die Menschen auf den Inseln jedoch sind nicht derart materiell versaut. Fremden wird freundlich, ehrlich, gastfreundschaftlich und ohne Hintergedanken begegnet.
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