Gasometer – Das Schöneberger Stahlskelett

26. Juli 2016

Gasometer – Das Schöneberger StahlskelettDas hippe und coole Berlin kann unglaublich flach sein, was im Wesentlichen an seiner Topografie liegt, deren höchste innerstädtische Erhebung ~100 Meter misst. Und da der deutsche Größenwahn einst auch die Maximalhöhe der Hauptstadthäuser regulierte, kann man auf hohen Gebäuden stehend problemlos ganz Berlin überblicken. Eines dieser aus dem Häusermeer ragenden, weithin sichtbaren Relikte ist das Schöneberger Gasometer, bekannt als Bühne der ebenfalls oft flachen Talkshow von Günther Jauch »»

Moskauer Metro – Königin der Untergrundbahnen

22. Juli 2016

Moskauer Metro – Königin der UntergrundbahnenDie Silvesterparty auf dem Roten Platz steckt mir noch gehörig in den Knochen. Was für einen Jahreswechsel von 2015 nach 2016 hatte ich da auf dem in westlichen Medien lügnerisch als geschlossen verkündeten Platz. Ich traf Russen, Ukrainer, Georgier, Armenier – und alle hatten wir eine großartige Zeit. Tagsüber sind es mittlerweile -21°C, eine knackige Kälte und geradezu geschaffen für Banja-Besuche oder dicke Ledermäntel. Jeden Morgen um 6 Uhr verlasse ich mein Domizil in der Bolschaja-Grusinskaja, der großen Georgischen, latsche durch den Schnee gen Barrikadnaja und begebe mich in die Metro Moskau um die Architektur all ihrer Linien und Bahnhöfe zu porträtieren. »»

Golden Turtle – Fast verspätet ausgezeichnet

19. Juli 2016

logo_enBereits im letzten Jahr nahm ich am Finale des Golden Turtle Fotowettbewerbs teil, dem größten öko-kulturellen Projekt Russlands. Dieses Jahr wurde ich nicht nur ausgestellt, diesmal in der Manege (Манеж) direkt neben dem Kreml, sondern sogar ausgezeichnet. Lediglich eine göttliche Fügung namens Rückenwind hat mich halbwegs pünktlich in Moskau ankommen lassen und vom Desaster des Verpassens der Preisverleihung verschont, denn Eurowings (ehemals Germanwings) war wieder mal zu spät »»

La Habana – Alte Dame der Karibik

11. Mai 2016

La Habana – Alte Dame der KaribikIm Lauf der Jahre gaben sowohl koloniale Besatzer als auch andere Besucher La Habana viele Namen. Da war von der „schmutzigen Schönen”, dem „Paris der Tropen” und auch von der „Alten Dame” die Rede wenn über die heutige Hauptstadt Kubas gesprochen wurde. Mit architektonischen Highlights und jeder Menge Musik, Rum und Zigarren stellt Vieja, das historische Zentrum von Havanna, jeden Tag aufs Neue unter Beweis, warum es ein UNESCO-Weltkulturerbe ist »»

Ostdeutschlands sowjetisches Erbe

9. Mai 2016

Ostdeutschlands sowjetisches ErbeManch Angehöriger der westlichen Hemisphäre mag sie im Rahmen seiner digital in Gut und Böse kategorisierenden Dämonisierung als Propaganda missinterpretieren, aber meine Fotoserie „Ostdeutschlands sowjetisches Erbe“ treibe ich voran, weil ich mich grundsätzlich für Geschichte interessiere. Und die Geschichte der Sowjetunion ist alles andere als uninteressant. Sie ist einzigartig und war, ob ich es will oder nicht, Teil meines Lebens, meines Aufwachsens »»

Cuba Calling, eine Münzfernsprecher-Story

28. April 2016

Cuba Calling, eine Münzfernsprecher-StoryDas heutige Kuba hat mit Berlin und Deutschland kurz vor und nach der Wende eine Menge Gemeinsamkeiten. Es wird nicht lange dauern bis sich das Erscheinungsbild von Havanna oder Trinidad grundlegend umgestaltet, denn das Geld reitet ein und bringt massive Veränderungen mit sich. Einer dieser Spiegel der Veränderung werden die zahlreichen Münzfernsprecher sein. Noch sind sie da. Noch werden sie gebraucht. Grund genug sich mit dem Gesehenen anhand einer Fotoserie kritisch auseinander zu setzen. »»

Kuba zwischen Rum, Revolution und Reformen

21. April 2016

Kuba zwischen Rum, Revolution und ReformenRum und Tabak sind für Kuba mehr als nur die wichtigsten Handelsgüter. An ihnen offenbart sich der im Lande, der in der inneren wie äußeren Politik verankerte ideologische Konflikt zwischen Sozialismus und aufkommendem Neoliberalismus. Kuba verändert sich. Kuba öffnet sich. Kuba entdeckt das große Geld. Drei Gründe die kubanisch-sozialistische Ikonografie meiner Reise in einer Fotoserie festzuhalten und ins Gespräch zu kommen »»

Geisterstadt Kolmannskuppe – Diamantenfieber in der Namib-Wüste

19. Februar 2016

Geisterstadt Kolmannskuppe – Diamantenfieber in der Namib-WüsteGemessen an Großbritanniens und Frankreichs imperialen Bestrebungen, begannen Deutschlands koloniale Abenteuer spät. Eine dieser, selbst in unseren Tagen noch Fernweh auslösenden Liaisons war Deutsch-Südwest, das heutige Namibia, wo um die Jahrhundertwende Diamanten gefunden wurden. Die Geschichte dieses Booms erzählt die Geisterstadt Kolmanskop, das einstige Kolmannskuppe, die reichste Kommune Afrikas, die nur des Abbaus der Glitzersteine wegen existierte und heute von der Namib-Wüste zurückerobert wird »»

Lüderitz – Deutschland am Rande der Namib-Wüste

11. Februar 2016

Lüderitz – Deutschland am Rande der Namib-WüsteEine Stadt mitten im Nirgendwo der Wüste, direkt am Atlantik und umgeben von Millionen Tonnen Sands. Eine Stadt, die den Elementen trotzend das architektonische Erbe der Wilhelminischen Epoche bis in die heutige Zeit konserviert und für Weltklasse Austern steht. All das ist Lüderitz; gelegen am Ozean, an der Westküste Namibias »»

Singapur – Schnittstelle im Südosten Asiens

6. Februar 2016

Singapur – Schnittstelle im Südosten AsiensAn der Nahtstelle zwischen südostasiatischem Festland und der Inselwelt Indonesiens sitzt Singapur. Mit 5,5 Millionen Einwohnern, lebend auf ~700km², ist es sowohl einer der kleinsten als auch am dichtesten besiedelten Stadtstaaten der Welt. Seit jeher war die Stadt ein Ort des Handels, bekannt unter Arabern, Indern, Chinesen und natürlich Malaien. Diese ethnische Durchmischung, als auch eine kompakte Bauweise, prägen ein nahezu klinisch reines Stadtbild, das neben automatisierten U-Bahnen  und luxuriöser Glas-Stahl-Architektur, kulminierend im Marina Bay Sands und seinem Infinity Pool, sowie historisch-religiöser Überbleibsel in Form von Hindu-und Buddha-Tempeln, einen interessanten Kontrast aufzubieten hat »»